Die Regeln des Raums

Eine fotografische Erkundung in fünf Kapiteln

Räume sind nicht neutral. Wege, Öffnungen, Grenzen, Engstellen und Übergänge bestimmen mit, wie wir uns in ihnen bewegen.
Diese Ordnung kann gestaltet und gebaut sein – oder aus der natürlichen Form eines Raums entstehen.

Blick durch einen modernen, geschwungenen Überweg mit großen Glaswänden, Schatten und Silhouetten von Personen am Ende

“Die Regeln des Raums” untersucht das Verhältnis zwischen Mensch, Raum und Bewegung

Menschen folgen vorhandenen Wegen, eignen sich Räume an, hinterlassen Spuren oder treten aus ihnen zurück.
Mich interessiert dabei nicht nur, wie Räume aussehen, sondern auch, wie sie Verhalten lenken – und was geschieht, wenn Menschen ihre Vorgaben annehmen, verändern oder hinter sich lassen.

Die fünf Kapitel bilden keine getrennten Themen, sondern eine Bewegung durch das Projekt.

Vorgabe fragt danach, wie Räume Richtungen anbieten und Bewegung nahelegen. Folgen beobachtet, wie selbstverständlich wir räumliche Hinweise übernehmen. Aneignung zeigt, wie Menschen vorgegebene Nutzungen verändern und Räume anders verwenden. Abwesenheit richtet den Blick darauf, wie die Ordnung eines Ortes auch dann lesbar bleibt, wenn der Mensch fehlt. In Orientierungslosigkeit verlieren Wege, Grenzen und Ziele schließlich ihre Eindeutigkeit – und Entscheidung wird zur eigenen Aufgabe.

Menschen steigen die Treppe eines modernen Bahnhofs hinunter, im Hintergrund sind Fußgänger und Fahrradfahrer auf der Straße zu sehen, es ist Tag, schwarz-weiße Aufnahme.
Schwarz-Weiß-Foto eines Bushalts in einer Stadt bei Nacht, mit Lichtspuren von vorbeifahrenden Fahrzeugen, wartenden Menschen und übersichtlichem Anzeigetafel.
Schwarze und weiße Bergstraße in einer Bergenlandschaft, Kurve auf der Straße, bewölkter Himmel.

So wird sichtbar, wie viel unserer Bewegung bereits durch den Raum geprägt ist, bevor wir bewusst entscheiden, wohin wir gehen.

Dichter Wald mit Bäumen und Blättern in Schwarz-Weiß.

Das Projekt als Fotobuch